WPT – Geschichte und Gegenwart
Die World Poker Tour ist, ähnlich der EPT, eine weltweite Pokerturnierserie mit exorbitant hohen Buy-Ins und zum Teil sehr hochkarätigen Playerpools. Angelehnt an die WSOP stemmt die WPT bei jedem Stop eine mehrtägige Turnierstruktur bis zu einem 6 köpfigen Final Table, welcher komplett im TV übertragen wird. Durch diese publikumsnahe Vermarktung trug die WPT in den vergangenen Jahren maßgeblich zum weltweiten Pokerboom bei, was sich ebenfalls im Sponsoring widerspiegelt - mit Full Tilt, Pokerstars und dem CEREUS Netzwerk unterstützen die WPT keine Unbekannten im Onlinemarkt. Das Finale der World Poker Tour wird traditionell im Bellagio ausgerichtet; und ist neben dem Main Event der WSOP das größte Pokerturnier der Welt.
WPT =/ EPT
Auch wenn sich beide Formate zum Teil stark ähneln bzw. im Laufe der Zeit aneinander angenähert haben, bestehen dennoch klare Unterschiede zwischen EPT und WPT: So ist die WPT z. B. weniger TV- lastig, das heißt im Gegensatz zur EPT wird ausschließlich der Final Table im Fernsehen übertragen, was allerdings kaum an den Initiatoren der Serien liegen kann. Steven Lipscomb, Gründer der World Poker Tour ist nämlich, genau wie John Duthie, ehemaliger TV Produzent und lebte eine ähnliche Karriere wie sein Konkurrent in den Sendern dieser Welt. Beide wurden mehrfach für Serien und Spielfilme ausgezeichnet, beide riefen etwa zur selben Zeit die beiden erfolgreichsten Turnierserien der Welt ins Leben und verkauften sie später an große Onlineanbieter, unterschiedliche Nachnamen sind dann aber auch der einzige Kontrast. Eigner der WPT ist aktuell Partypoker, 2009 bezahlte der Anbieter 12,3 Millionen Dollar für den Kauf der Serie. Innerhalb der World Poker Tour wird außerdem, im Gegensatz zur EPT (bei der verschiedene Pokerarten in den Sideevents angeboten werden), ausschließlich die Variante No Limit Texas Hold´em gespielt. Das Buy-In für einen Finalseat im Bellagio beträgt im Direkteinkauf 25.000 $ - und hält damit mit dem Buy-In der WSOP mit.
Der Initiator
Steven Lipscomb gründete die WPT 2002 mit den Anfängen des Pokerbooms. Damit war er 2 Jahre früher als die EPT und nutzte wie auch John Duthie seine Erfahrungen als TV Produzent für den steilen Aufstieg seiner Turnierserie. In seinem Leben als Produzent gewann er unter anderem den CINE Golden Eagle Award, einen Golden Apple sowie eine Ehrung durch PBS für seinen Spielfilm „Battle For The Minds“ und produzierte zahlreiche Serien und Piloten durch seine Firma Lipscomb Entertainment. Außerhalb seiner TV Karriere hat Steven Lipscomb allerdings durchaus auch eine Pokervergangenheit, er spielt privat und nahm durch ein Satellite am Main Event der WSOP teil, eine große Affinität zum Spiel ist dementsprechend auch abseits seines Business vorhanden.
Gegenwart
Seit 2004 hat die WPT ebenfalls einen Walk of Fame, allerdings einen recht kurzen, da bis heute nur 3 Personen diese besondere Ehre zu Teil wurde: Gus Hansen, Doyle Brunson und James Garner. Ein weiterer Titel innerhalb der WPT ist der „Spieler des Jahres“, welcher durch eine Punktetafel ermittelt wird. Ausgezeichnet wird der jeweils beste Spieler einer Saison, in allen Events sammeln die erfolgreichsten 7 Teilnehmer Punkte, um aufaddiert den Sieger zu ermitteln. In der Vergangenheit waren das:
| Staffel |
Jahr |
Spieler |
| 1 |
2002/2003 |
Howard Lederer |
| 2 |
2003/2004 |
Erick Lindgren |
| 3 |
2004/2005 |
Daniel Negreanu |
| 4 |
2005/2006 |
Gavin Smith |
| 5 |
2006/2007 |
J.C. Tran |
| 6 |
2007/2008 |
Jonathan Little |
| 7 |
2008/2009 |
Bertrand Grospellier |
| 8 |
2009/2010 |
Faraz Jaka |
Aktuell ist die World Poker Tour in ihrer 9. Saison, mit zahlreichen Megaevents in allen Teilen der Welt vertreten – und durch Satellites für jeden zu erreichen. Ist das nicht wundervoll.

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