Klingt in erster Linie natürlich Paradox, der Gedanke hinter diesem Konzept geht aber dennoch auf. Postflopspiel ist der wohl komplizierteste Bestandteil im Poker, leicht zu erlernen aber unglaublich schwer zu meistern. Seine Draws gut und profitabel zu spielen ist essentiell um hier erfolgreich zu sein.
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Das Grundprinzip hinter einem sog. „Raise for Freecard“ ist schnell erläutert:
Wir befinden uns mit einer guten drawing Hand (beispielsweise Ah9h) in late Position und bekommen auf unser Raise 2 Caller. Der Flop kommt Qh4hJs, einer der Villians macht eine Bet. Nun haben wir 2 Möglichkeiten: Entweder wir callen Villians Bet und hoffen auf ein Herz am Turn, oder aber setzen einen „Raise for Freecard“. Die freie Karte um die es hierbei geht ist nicht etwa der Turn, sondern der River. Die Chance unseren Flushdraw auf Turn oder River zu treffen beträgt etwa 36 %, befinden wir uns bereits am Turn sind es nur noch ca 18%. Und genau da liegt das Problem:
Callen wir die Flopbet, stehen wir meistens vor einer sehr schwierige Entscheidung am Turn, da sich ein zweiter Call in vielen Fällen einfach nicht mehr lohnt egal ob wir nun noch hitten oder nicht. Mit einem Raise for Freecard umgehen wir diese “tough decision“. Anstelle unseres Gegners bauen wir jetzt nämlich Druck auf, da er in vielen Fällen einfach nur sein Pair am Flop gegen den FD protecten will. Wir nehmen sozusagen die Action aus seinem Spiel. Am Turn bekommen wir nun oft einen Check, auf den wir je nach Gegnertyp erneut betten, oder einfach behind checken können. Die Foldequity am Flop ist zwar auch vorhanden, aber meistens nicht groß genug - Villian wird zwar callen, aber verunsichert sein. Außerdem ist das Raise excellent für Potbuilding und falls wir nicht treffen, haben wir am Turn gegen viele Gegner die Chance den Pot mitzunehmen. Wichtig hierbei ist natürlich wie immer, nicht lesbar zu werden.
Im Klartext: Lass dich bei deinem Move nicht erwischen.