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Die Schmerzgrenze – wie man den Gegner manipuliert

Ein Artikel von Joe Beevers

Es gibt viele Faktoren die Deine Entscheidungen am Pokertisch beeinflussen. Logischer weise sind es die Karten welche Du erhalten hast die bestimmen ob Du in eine Hand überhaupt einsteigst, aber Sie sind nur ein Teil der Einschätzung.

Wenn du spielst, dann können auch physische Dinge Dein Spiel beeinflussen. Wenn Du hungrig bist, oder ein wenig betrunken, dann wirst du nicht Dein bestes Poker spielen, und Deine Entscheidungen werden nicht die besten sein. Emotionen sind auch ein Faktor. Wenn Du am gewinnen bist, dann fühlst Du Dich oft als ob Du jede Hand treffen kannst um zu gewinnen. Wenn Du aber verlierst, dann kann eine kleine Serie von Bad Beats hart sein, oder zu viel für die Psyche. Das kann zu einem Tilt führen und den Abend total versauen.

Aber diese Informationen gegen Deine Gegner zu benutzen ist einer der Schlüssel um ein erfolgreicher Poker Spieler zu werden. Wenn Du weisst das Sie müde sind oder tilt spielen, kann das bestimmen ob Sie einen gut abgestimmten Bluff callen oder nicht.

Zum Beispiel Du triffst die Nuts am River und willst Deine Gegner so beeinflussen das Sie mehr Geld in den Pot legen. Was machst du? Die Antwort hängt meistens von Deinem Gegner ab, und welche Wetthöhe er bereit ist zu callen.

Ein Faktor den man betrachten muss ist wie gut läuft dieses Spiel für ihn. Gewinnen oder verlieren sie? Angenommen ein Spieler hat sich mit $500 hingesetzt und hat jetzt $710. Dieser Spieler wird viel wahrscheinlicher eine River Wette von $140 zu $170 als eine Wette von $220 oder $250 callen. Weil das zusätzliche Geld ihn über seine Schmerzgrenze bringen würde.

Wenn er die $170 called, dann ist er in dieser Session immernoch im Plus, auch wenn er den Pot verliert. Aber $220 zu callen heist das er ins Minus gehen kann. Für viele Spieler ist der psychologische Unterschied dieser beiden Szenarien Enorm, obwohl Sie das vielleicht garnicht mitbekommen.

Es gibt andere Faktoren die Dir helfen können die Schmerzgrenze Deiner Gegner zu beeinflussen. Zum Beispiel wenn ein Spieler mit seinem letzten Geld am Tisch sitzt ( er kann nichts mehr eintauschen oder so), dann wird dieser viel wahrscheinlicher zu einer hohen Wette folden wenn er eine mittelstarke Hand hat. Diese Schmerzgrenze wird noch besser sichtbar wenn Du weisst das der Spieler demnächst das Spiel verlassen will. Dann sind grosse Wetten noch unwahrscheinlicher das sie gecalled werden, denn keine will eine Session im Minus abschliessen.

Die Schmerzgrenze der Gegner ist etwas das man sehr gut benutzen kann, aber denke immer daran den richtigen Augenblick abzuwarten.