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EPT Berlin – derm, it was about time!

4 Millionen Euro Preisgeld, 773 Spieler und eine EPT in der Landeshauptstadt – es war wirklich mal wieder Zeit. Von Ruthenberg über Naujoks bis Eastgate und Heitmann, alles was €, Sponsor oder beides hat ist auch in dieser EPT wieder an den Tischen. Wir steigen mit unserer Coverage und 8 verbleibenden Spielern diesmal direkt in den Final Table der Action ein, deutscher Sieg in Berlin nicht ausgeschlossen.

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2.336.000 € und 3 Turnierritter aus der Heimat left

In den Top 8 wird wieder ausgeschüttet was der Preistopf hergibt, dank der regen deutschen Beteiligung von Jonas Gutteck, Armin Mette und Max Heinzelmann diesmal sogar mit berechtigter Hoffnung auf den Pokal. Recht früh dezimierten J9 allerdings das verbleibende deutsche Feld um ein gutes Drittel, als Shortstack Jonas Gutteck aus dem SB einen Push mit dem one-gapper wagen musste und prompt in die Könige von Max Heinzelmann lief. Das Board brachte einen Vierling für Max und 66.000 € + Logenplatz an den Rails für Gutteck. Platz 6 und 7 gingen an Darren Kramer und Joep Van den Bijgaart, während Armin Mette sich auf Platz 5 selber All-In setze. Auf einen Raise des Schweden Martin Jacobson reagierte der Deutsche mit pocket 2´s, doch im Blindbattel gelten andere Regeln. Hinter ihm befand sich nämlich Ben Wilinofsky im BB und nutzte die Gelegenheit mit AK für einen Coinflip. Der Flop meinte es gut mit dem Kanadier und gab ihm mit gleich 3 Assen die stone cold Nuts gegen Mette, welcher die EPT mit 180.000 € profitabel abschloss.

Head´s Up für Deutschland

In einer rasanten All-In Schlacht tickte in der folgenden dreiviertel Stunde der Countdown zum Head´s Up erbarmungslos weiter, Martin Jacobson erwischte es knapp vor Vadzim Kursevich, welcher mit TPTK auf einem JcKsQs Flop in die Straight (10h9h) des dominierenden Kanadiers Ben Wilinofsky rannte und weder auf Turn noch River seinen 3 outer traf. 300.000 € und einer fabelhafter 3. Platz werden den Weisrussen wohl trotzdem bis zur nächsten EPT bei Laune halten. Damit sind die Seats der Top 2 nun endgültig besetzt, Max Heinzelmann vs Ben Wilinofsky, Deutschland gegen Kanada, mit klarem Chipsvorteil für den Kanadier. Aber Head´s Up ist Head´s Up, hier sind Toppair die Nuts und ein Leadwechsel im Minutentakt vorprogrammiert. Trotzdem dauerte die finale Begegnung innerhalb der EPT noch geschlagene 1 ½ Stunden, bis es zwischen den beiden Kontrahenten zu folgender Keyhand kam: Auf einem eher unspektakulären Flop (8s5c3d) raiste Wilinofsky die Bet von Heinzelmann beinahe augenblicklich und wurde im Anschluss vom deutschen mit 9h8d direkt All-In gesetzt – nach kurzer Bedenkpause callte der Kanadier und zeigte 7d6h zum OESD. Die Kavellarie bzw. Mounties kamen leider bereits auf dem Turn zuhilfe, eine 9s komplettierte die Straight für Wilinofsky und Heinzelmann blieb nur noch der Redraw zum Full House. Weder eine weitere 9 noch eine zusätzliche 8 zeigten sich allerdings auf dem River, sondern der Herzbube, eine Blank. Sieger der EPT 2011 und 825.000 € Preisgeld stehen somit fest: Es ist Ben Wilinofsky; und für alle die es verpasst haben - er ist Kanadier. Den zweiten Platz mit einem offiziellen Preisgeld von 500.000 € hält dieses Jahr somit Max Heinzelmann, es wird allerdings allgemein vermutet das im Vorfeld innerhalb der Top 2 ein Deal ausgehandelt wurde, wieviele 100.000 € mehr oder weniger an die einzelnen Kontrahenten gehen bleibt also Spekulation. Damit endet die EPT im eigenen Land dieses Jahr ohne Zwischenfälle und zieht am 27. April weiter nach San Remo, wir sind mit unserer Coverage natürlich wieder mit dabei. Glückwunsch an alle Sieger 2011.

Hier noch die finale Preisgeldverteilung unter den Top 8:

1st. Ben Wilinofsky, Canada, €825,000
2nd. Max Heinzelmann, Germany, €500,000
3rd. Vadzim Kursevich, Belarus, €300,000
4th. Martin Jacobson, Sweden, €230,000
5th Armin Mette, Germany, €180,000
6th Darren Kramer, South Africa, €140,000
7th Joep Van den Bijgaart, Netherlands, €100,000
8th Jonas Gutteck, Germany, €66,000