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Tatort Bellagio: Bewaffneter Raubüberfall mit 1,5 Millionen $ Beute – in Chips
Ruben´s Top 3 der erfolgreichsten Raubüberfälle auf ein Las Vegas Casino bekommt Zuwachs: Diesmal schaffte es der Täter sogar vor die Tür - allerdings ohne Bargeld.
Jetons statt munteren Dollar
Der „Zwischenfall“ ereignete sich in der Nacht zum Mittwoch im weltbekannten Hotelcasino Bellagio. Mit einer Pistole bewaffnet stürmte der Unbekannte in die Räumlichkeiten und erleichterte das Personal dort um 1,5 Millionen $ in Chips, das LVMPD (Las Vegas Metropolitan Police Department) fahndet seitdem nach dem Täter, konnte bisher jedoch keinen Verdächtigen dingfest machen.
Ghostrider
Laut LVMPD erreichte der Unbekannte das Bellagio gegen 3.50 Uhr mit einem schwarzen Sportmotorrad, welches er direkt am Eingang abstellte. Er trug zu diesem Zeitpunkt einen weißen Helm mit Lederjacke und betrat das Casino. Dort steuerte er auf direktem Weg einen Craps Tisch an und forderte den Dealer unter vorgehaltener Schusswaffe sofort auf, ihm sämtliche Chips auszuhändigen. Nach Übergabe der Jetons brachte er diese in seinem Rucksack unter und floh dann auf seinem Motorrad in Richtung Westen. Die Casinosicherheit schritt nach Zeugenaussagen nicht ein und wählte stattdessen im Anschluss den Polizeinotruf. Verletzt wurde niemand.
Vergangene Woche wurde das Suncoast Casino auf ahnliche Weise Überfallen, der Täter vom Bellagio steht in dringendem Verdacht auch für diesen Coup verantwortlich zu sein – es wurde damals allerdings nur ein Bruchteil der Chips dieses Überfalls erbeutet, lediglich 20.000 $ Gegenwert. Ob er die so einfach in Bargeld umtauschen kann bleibt jedoch fraglich, laut Las Vegas Sun sind Chips ab einer bestimmten Wertigkeit via RDF gechipt, die Einzelwerte variieren zwischen 100 $ und 25.000 $.
Inside Job?
Denkbar wäre aber auch ein sogenannter „inside job“, üblicherweise handelt es sich hier um einen entlassenen Arbeitnehmer der Ort, Zeit und die frequentiertesten Plätze im Casino kennt, so Police Lt. Clint Nichols. Sollte dies tatsächlich der Fall sein könnte es noch zu abenteuerlichen Umtauschversuchen kommen, etwa durch einen bekannten Dealer der die Chips direkt am Tisch „wäscht“ – die Möglichkeiten sind genau wie das Risiko, grenzenlos. Sich in einer Stadt wie Las Vegas mit den Mächtigsten anzulegen ist wahrscheinlich nicht unbedingt gesund, aber was tut man nicht alles - für das liebe Geld.

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