Wie gestern berichtet, hat es in letzter Zeit viele Überfälle auf Casinos in Österreich gegeben. Während die Polizei von Einzeltätern auszugehen glaubt, bezweifeln viele diese Annahme und glauben vielmehr, dass eine Bande aus Profis es gezielt auf die Casinos in Österreich abgesehen hat. Daher verstärken die Casinos Austria nun nach dem Überfall auf die Automatenhalle des Grazer Casinos die Sicherheitsvorkehrungen. Der Raub Mittwochabend war der zweite Casino-Überfall innerhalb einer Woche in Österreich. Am Montag wurde das Casino in Seefeld in Tirol ausgeraubt, Mittwochabend die Automatenhalle des Grazer Casinos.
In beiden Fällen fehlt von den Tätern jede Spur. In Seefeld flüchtete der Täter nach einer halben Minute, in Graz benötigten die beiden Räuber 22 Sekunden. Casino-Kunden bekamen von den bewaffneten Überfällen nichts mit. Die Casinos Austria reagierten bereits. Noch in der Nacht auf Donnerstag wurde ein Zwölf-Punkte-Plan festgelegt, um die Sicherheit in den Casinos in ganz Österreich zu erhöhen. So wird unter anderem das Bargeld in den Kassen weiter reduzieren und die Casinos werden die Präsenz von Sicherheitskräften deutlich verstärken. Das sind nur zwei Punkte, die übrigen Punkte werden aus Vorsicht nicht kommuniziert werden, um potentiellen Tätern nicht zu sagen, wo die Fallen lauern. Allerdings können sich die Casinos Austria nicht ganz erklären, warum die Casinos für Täter in dieser Woche so attraktiv wurden.
Die Beute hielt sich sowohl in Seefeld als auch in Graz in Grenzen. Offizielle Zahlen will man bei den Casinos zwar nicht nennen, dem Vernehmen nach haben die Räuber in Graz aber etwa 10.000 Euro und in Tirol etwas über 30.000 Euro Bargeld erbeutet. Allerdings könnte die wahre Verschleierung der Summe eine weitere Taktik der Casinos und der Polizei sein, da die beiden erbeuteten Summen mit einer Schnelligkeit und Leichtigkeit von den Räubern erstohlen wurden, dass dies durchaus Nachahmer auf den Plan rufen könnte. Wir werden sehen, ob es der Polizei nicht doch gelingt, die Einbrecher zu fassen.