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Casinos Austria versus EU

Wenn wir von www.texas-holdem-poker.at einmal den Blick von Las Vegas und den spannenden Pokerturnieren der WSOP 2009 abwenden, - dann tut sich auch hier in Europa so einiges in Sachen Glücksspiel – allerdings auf anderer Ebene. Ein Pokeranbieter hat bei der Europäischen Kommission Beschwerde wegen der Steuervorteile der Casinos eingereicht, - dazu bewogen dürften diesen Pokeranbieter die „Propagandajetons“ haben.

Schon seit Jahren verteidigen die Casinos Austria in Wien ihr Glücksspielmonopol und wehren sich gegen jegliche Art der Konkurrenz, - vorallem private Glücksspiel-Anbieter sind den Casinos Austrias ein Dorn im Auge. Da sich auch durch das Online Gambling die Konkurrenzsituation immer mehr verschärft hat und ein heiss umkämpfter Glücksspielmarkt entstanden ist, - reagieren auch die privaten Glücksspiel-Anbieter und ziehen andere Seiten auf. Peter Zanoni, Mehrheitseigentümer und Chef der Concord Card Casinos, hat bei der EU-Kommission eine Beschwerde gegen die Casinos wegen unerlaubter staatlicher Beihilfe eingebracht. Und Brüssel hat daraufhin tatsächlich reagiert und ein Vorverfahren eingeleitet.

Thema der Aufregung sind die sogenannten „Propagandajetons“ - die Casinos Austria verkaufen zu Werbezwecken an Gäste diese Jetons. Deren Preis wird vom Finanzministerium festgesetzt, ab Anfang 2009 erhöhte sich der Preis von 25 auf 35 Euro. Zur Bemessung der Spielbankabgabe werden die Bruttospieleinnahmen herangezogen– die Erlöse aus diesen Jetons allerdings nicht miteingerechnet. Und da sehen Zanoni und Anwalt Andreas Schuster das Problem : „Erfahrungsgemäß kaufen 90 Prozent der Gäste Propagandajetons – bei 2,3 Millionen Besuchern im Jahr bringt die Preiserhöhung den Casinos eine Steuerersparnis von fast neun Mio. Euro, - und dies sei ganz einfach eine Wettbewerbsverzerrung“ – meinte Zanoni.

Der Krieg zwischen Zanoni und den Casinos Austrias dauert schon seit Jahren an. Der Betreiber von Poker-Casinos ist für die Casinos Austria der Staatsfeind Nummer eins. Die Casinos Austrias erachten Poker als Glücksspiel, wofür nur sie die Lizenz besitzen. Doch für Zanoni ist Poker vorallem auch ein Geschicklichkeitsspiel. Doch der Streit wird noch andauern, - die Novelle zum Glücksspielgesetz, in der eine neue Regelung für Poker gefunden werden soll, ist endgültig auf Herbst verschoben worden. Bis dahin wird sich die EU damit auseinandersetzen müssen.