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Wien geht auf Nummer sicher – EPT Tag 1a gestartet

2,1,Risiko – vielen schweben noch die Ereignisse der EPT Berlin vor Augen, in denen eine Amateurversion von Ocean´s Eleven versuchte, vor laufenden Kameras den Tresor in der Lobby des Hyatt um einen Millionenpreispool zu erleichtern, mit bekanntermaßen eher mäßigem Erfolg. Ein Großteil der Täter von Berlin wurde mittlerweile zwar gefasst und verurteilt, einen bewaffneten Mob hat allerdings niemand gern im Casino – weswegen aktuell in Wien besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Ohne Registriervorgang kommt niemand auch nur in die Nähe der Tische, bei der Security wird dieses Jahr weder an Personal noch Bewaffnung gespart und der früher übliche „Tag der offenen Tür“ für Besucher wurde komplett gestrichen. Außerdem werden die Buy-Ins in regelmäßigen Abständen durch eine schwer bewaffnete Eskorte vom Depottresor zur Bank verlagert, wohl um vorzubeugen dass einige versprengte aber beherzte Security´s 4,6 Millionen Euro mit bloßen Händen und einer Absperrungsstange verteidigen müssen.

Tag 1a des „Hochrisikoevents“

Trotz dieser Einstufung durch die Wiener Polizei ist dieser EPT Stop natürlich wie jeder andere – es wurde in Europa schon vorher um Millionen gespielt und es wird auch in Zukunft Turniere dieser Größenordnung geben - und bisher sind Überfälle wie in Berlin oder Basel eher die Ausnahme in einer Reihe friedlicher Top Events. Trotzdem: Die starke Erhöhung der Sicherheit auf Turnieren mit derart hohem Preisgeldvolumen ist die einzig richtige und logische Konsequenz, mit dem Thema Security wurde in der Vergangenheit innerhalb der Spitzenturniere auf europäischen Boden fast schon fahrlässig umgegangen. Oder hat man schon mal von einem Coup auf der WSOP gehört?

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Sergii Baranov führt – Quoss unterliegt im deutsch – deutschen Duell

Nach so viel Reflektion über Sicherheitsfragen jetzt aber zum eigentlichen Tagesgeschäft. Mit 234 Spielern zeigte sich der Tag 1a im Wiener Kursalon zwar zunächst noch etwas unterlaufen, ein qualitativ hochwertiges Feld und Tag 1b scheinen die Stimmung im Main Event allerdings noch zu kippen: Nicht nur die deutsche Elite wird mit Johannes Strassmann, Jan Heitmann, Florian Langmann und Sebastian Ruthenberg in die Turnierränge einlaufen, auch internationale Topstars wie Daniel Negreanu und sogar Tennisikone Boris Becker werden morgen an den Tischen zu finden sein. Aktuell findet sich im Leaderboard des 5300 € NLHE Events allerdings ein anderer ganz vorne: Der Österreicher Waski Akhund konnte seinen Stack im laufe des Tages auf beachtliche 121.900 Chips pushen, damit befindet er sich zumindest Chiptechnisch in einer Riege mit internationaler Prominenz wie Mihai Manole und Barny Boatman, letzterer gilt immerhin als weitgereister Pokerkommentator und Europas bester Stud Spieler. Nicht ganz so wie vorgesehen lief es dann für Alex Kravchenko, Everest Pro Cristiano Blanco und Arnaud Mattern, alle 3 sehen den 2. Tag nicht mehr – das Sisi-Museum wird über dieses frühzeitige Ausscheiden wohl auch kaum hinwegtrösten. Auch FTOPS Gewinner Heinz Kamutzki durfte sich bereits in Level 7 an die Rails verabschieden: Im Blindbattel setzte er nach einer längeren Foldphase seinen Kontrahenten mit pocket 88 All-In, verlor den Coinflip dann allerdings gegen A9 – bitter. Und das aussieben ging weiter: Im Duell Fabian Quoss vs Jonas Kronwitter kam es zunächst zu einer interessanten Handkonstellation, nachdem der Münchener seinen Gegner innerhalb eines Squeezeplay aus dem Small Blind All-In setzte und einen wohl eher nicht beabsichtigten Call vom Profi aus Nürnberg bekam. Mit 6h5h trat Kronwitter gezwungenermaßen gegen die AdKh von Fabian Quoss an, das Board servierte dann allerdings einen Traum für die unterlegene Hand – 4s5s7h8s8h und die Straight für Kronwitter, ein Albtraum für Quoss. Nach dieser Keyhand bleiben dem Münchener am Ende des Tages 58.100 Chips und dem Turnier 117 Spieler, wir verbleiben mit einem Hinweis auf die morgige Coverage und dem vorläufigen Leaderboard:

Sergii Baranov Ukraine 183.200
Ramon Cserei Romania 168.300
Martin Hruby Czech Republic 159.000
Mihai Manole Romania 138.000
Mikhail Olegovich Ryabkov Russian Federation 136.800
Nikita Malinovskiy Russia 126.200
Stephen Chidwick UK 124.400
Stephen Chidwick UK 124.400
Petre Ionescu Romania 123.600
Karonis Dimitrios Greece 122.000
Wasi Akhund Austria 121.900
Barny Boatman UK 121.100
Alin Petrisor Pandilica Romania 114.000
Kirill Ratsov Russia 111.500
Bozo Bagaric Germany 108.800
Michael Schürpf Switzerland 106.800
Thomas Tiroch Austria 100.800