Clayton Mozdzen ist Chipleader
Bei der EPT in Warschau wurde das Main Event gestern mit Tag 2 fortgesetzt. 148 Spieler hatten sich an den beiden Starttagen qualifiziert, darunter auch neun Deutsche. Für diese lief es großteils aber schlecht wie auch für viele andere bekannte Pokerspieler. Der Vorjahreszweite Nico Behling musste gleich zu Beginn als Erster seinen Stuhl räumen. Er ging mit einem kleinen Stack ins Rennen und schob seine restlichen Chips mit As Dame in die Mitte. Ein Gegner callte mit zwei Buben, der Coinflip war rasch entschieden, als der Flop Bube und zwei Dreier und somit ein Full House für Behlings Gegner brachte. Auch Nikolai Senninger, Marco Mattes und Peter Bosen hattte schon das Aus ereilt, als Sebastian Ruthenberg im letzten Level des Tages As König bekam. Er raiste, bekam einen Reraise serviert und schob schließlich seine restlichen 65.000 Chips in die Mitte. Doch sein Gegner musste für einen Call nicht lange nachdenken, da er Asse hielt, die letztlich das Aus für Ruthenberg bedeuteten. Neben internationalen Stars wie Peter Eastgate, Shaun Deeb und Luca Pagano sind aber auch noch drei Spieler aus Deutschland unter den 56 Spielern, die heute wieder antreten dürfen.
Während Mustafa Ifan (der zwar offiziell Türke ist, aber in Lindau lebt) und Alexander Debus 57.200 bzw. 129.200 Chips mitbringen, hat Matthias Kurtz nicht nur mit 138.000 die meisten Chips der deutschen Spieler, er war auch in eine der spektakulärsten Hände verwickelt. Nach einem All-In des Franzosen Cedric Lebrette vom Button erhöhte Chipleader Clayton Mozdzen vom Small Blind und Kurtz ging mit Königen All-In. Mozdzen war Pot Committed und callte mit Bube Zehn, während der Franzose ein Paar Asse umdrehte. Der Flop brachte König Drei und Neun und Kurtz konnte in diesem Monster-Pot die Führung übernehmen.
Doch nach der Dame auf dem Turn sah es so aus, als sei das Turnier für den Deutschen beendet, da Mozdzen seinen Gutshot getroffen hatte. Doch eine weitere Dame auf dem River rettete Kurtz und er kann heute wieder antreten. Chipleader ist dennoch weiterhin der Kanadier Clayton Mozdzen, gefolgt von Carter Phillips, Drittplatzierter ist der Pole Piotr Kilinski. Heute wird wieder Poker gespielt, bis die 24 Gewinner des Preisgeldes feststehen, bevor dann morgen der Finaltisch ermittelt wird.

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