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Stan(n)i: Weder Russland noch Frankreich – der EPT Titel geht nach Norwegen
Nun doch nicht Mattern: Kurz vor Sensation und einem Platz in den Pokergeschichtsbüchern konnte sich Arnaud Mattern wider Erwarten nicht gegen die Top 3 der internationalen Konkurrenz durchsetzen – 160.000 € Preisgeld dürften den Schmerz aber etwas lindern.
Dabei schien eigentlich alles schon in trockenen Tüchern: Relativ even in Chips prallten die beiden Hauptakteure des Finale Table bereits preflop aufeinander, Mattern war mit seinen Queens das Siegergrinsen schon ins Gesicht geschrieben, als Stani dem Publikum lediglich pocket 3´s präsentierte. Doch die Varianz kann, wie wir alle wissen erbarmungslos zuschlagen – und das jederzeit und überall. Manchmal auch in Keyhands wie dieser, denn während der Flop mit Kd2h5h noch relativ trocken kam, schlug das Damoklesschwert auf dem Turn gnadenlos zu: Die 3 in hearts bescherte Kevin Stani in vorletzter Sekunde das Set, keine weitere Queen auf dem River beendete den Showdown schließlich zu seinen Gunsten. Mit 160.000 € Schmerzensgeld verabschiedete sich der zurzeit durch einen Sportunfall ein wenig lädierte Franzose als dritter von der EPT Tallinn, es hätte schlimmer kommen können.
Heads-Up Turbo im Swisshotel
So schnell kann´s gehen: Die Karten für die letzte Begegnung der EPT Tallinn waren gelegt, Stani startet mit einem mehr als komfortablen Chipcount in das finale Aufeinandertreffen – und nur eine Hand später kommt es zum All-In. Hier sollte der Sieg jedoch noch nicht entschieden werden, Konstantin Bilyauer rettete sich noch einmal mit KdQh und einem König auf dem Turn gegen Stani´s pocket achter, stanni eigentlich. Kurze Zeit später war es dann allerdings soweit: Nach einem von Eröffnungsraise von Stani und Bilyauer´s Call präsentierte sich das letzte Board der EPT Tallinn mit 9h3c2d. Checks auf beiden Seiten, die 4 auf dem Turn gab schließlich den Ring frei. Über Bilyauers Bet von 375.000 Chips ging Kevin Stani beinahe augenblicklich mit 875.000 drüber, der Russe callte fast ebenso schnell. Auf dem River lag dann Endgültigkeit in der Luft – Bilyauer setzte 1,2 Millionen auf die 8 in diamonds und war damit eigentlich Pot-Committed, für einige schauspielerische Minuten Stani´s war aber anscheinend immer Zeit. Nach der kleinen „Bedenkzeit“ setzte der Chipleader seinen letzten Konkurrenten schließlich All-In, dieser callte wenig glücklich und wusste Sekunden später auch warum: Der Norweger hielt 6s5c und damit die Nuts und den EPT Titel in der Hand – die 400.000€ sind neben all dem Ruhm natürlich das Schmankerl.
Und damit endet unsere Coverage aus dem Swisshotel, am 28. August geht’s in Portugal weiter, auf dem EPT Stop in Vilamoura - bis dahin wünsche ich euch viel Spaß, gute Payouts und noch mehr Final Tables.
Hier noch das finale Ranking und die Payoutstruktur:
1st Kevin Stani Norwegen €400.000
2nd Konstantin Bilyauer Russland €250.000
3rd Arnaud Matter Frankreich €160.000
4th Dmitry Vitkind Russland €120.000
5th Mikko Jaatinen Finnland €80.000
6th Steven van Zadelhoff Niederlande €63.000
7th Nicolo Calia Italien €47.000
8th Bassam Elnajjar Libanon €32.000

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